Allergologie

Was geschieht bei einer allergischen Reaktion?

Beim ersten Kontakt mit einem Allergen werden bestimmte Antikörper (sog. IgE) gebildet. Dieser Vorgang wird als Sensibilisierung bezeichnet und verläuft ohne erkennbare Symptome. Diese Antikörper binden bevorzugt an Mastzellen, können aber auch im Blut nachgewiesen werden. Mastzellen sind besonders zahlreich in den Schleimhäuten und in der Haut enthalten. Sie wiederum enthalten u.a. Histamin, das in erster Linie verantwortlich ist für Entstehung der allergischen Symptome.

1. Die Allergene binden an die IgE, die bei einem Allergiker in hohen Konzentrationen auf den Mastzellen sitzen.
2. Daraufhin werden aus der Mastzelle Entzündungsstoffe (u.a. Histamin) freigesetzt, die zu allergischen Reaktionen an den Schleimhäuten oder an der Haut führen.

 

Wie äußert sich eine allergische Reaktion?

  • Augen Durch tränende, juckende, gerötete und/oder geschwollene Augen.
  • Nase – Durch Niesreiz, Schnupfen und/oder Schwellung der Nasenschleimhaut.
  • Lunge – Durch Husten und/oder Atemnot bis hin zum allergischen Asthma.
  • Haut – Durch Rötung, Hautausschlag, Quaddelbildung und/oder Juckreiz.

Allergene: Welche gibt es?

(Auswahl)

Baumpollen

z.B.: Birke, Erle, Hasel

Milben

z.B.: Hausstaubmilben, Vorratsmilben

Gräser und Getreidepollen

z.B.: Wiesenlieschgras, Roggen

Schimmelpilze

z.B.: Altenaria

Kräuterpollen

z.B.: Beifuß

Tiere

z.B.: Katze, Hund, Kaninchen

Kreuzallergien

Häufig treten Pollen- und bestimmte Nahrungsmittelallergien gemeinsam auf.
Das liegt daran, dass die Allergene vom Immunsystem als ähnlich erkannt werden. Man spricht dann von einer Kreuzallergie.

Birke, Erle, Hasel

Äpfel (Kernobst), Kirschen (Steinobst), Karotten, Erdbeeren, Nüsse, einige Gewürze, z.B.: Curry

Beifuß

Sellerie, Karotten, Paprika, Gewürze, z.B.: Muskat

Gräser, Roggen

Getreidemehl, Soja, Erdnuss

Was ist die Allergiediagnostik?

In der Allergiediagnostik werden Auslöser für allergische Reaktionen identifiziert. Dazu werden betroffene Personen mit Allergenen in Berührung gebracht, um deren Reaktion zu beobachten. Die Allergiediagnostik bildet die Grundlage um individuelle Therapiepläne zu erstellen. So können allergische Reaktionen vermieden, die Symptomatik gelindert und die Lebensqualität wieder erhöht werden.

Ablauf einer Allergieabklärung

Die Abklärung einer Allergie erfolgt standardisiert. Sie beinhaltet das Erheben der individuellen Krankengeschichte/ Anamnese, ein Hauttest (Prick-Test) und ggf. eine weiter führende Diagnostik mittels Blutentnahme oder Provokationstest.

01.

Anamnese und Vorgespräch

Die Erfassung der Krankengeschichte dient zur ersten Einschätzung und zur Information über mögliche Allergien. Hierbei wird der Patient oder die Patientin zu möglichen Auslösern befragt. Allergische Reaktionen können etwa durch Pollen, Tierhaare, Schimmelpilze, Milben oder durch verschiedene Lebensmittel ausgelöst werden.

Mitunter ist dies den betroffenen Personen gar nicht bewusst, daher ist eine intensive Befragung durch den Facharzt oder die Fachärztin besonders wichtig. Kristallisiert sich während der Vorbesprechung der Verdacht auf bestimmte Allergien heraus, können diese entsprechend getestet werden.

02.

Hauttest

Für eine schnelle Abklärung, ob eine Allergie gegen bestimmte Substanzen besteht, wird meist auf der Innenseite des Unterarmes ein Hauttest, der sogenannte Pricktest, durchgeführt.

Zeigen sich Reaktionen, meist in Form von Rötungen, Bläschen, Schwellungen oder Quaddeln, bestätigt sich der Verdacht auf eine allergische Reaktion auf das getestete Allergen.

03.

Blutabnahme

Je nach Fragestellung ist es danach nötig, dass Blut abgenommen wird, um im Labor eine In-vitro-Antikörper-Bestimmung durchführen zu können. Je nach Menge der gebildeten Antikörper können Rückschlüsse auf mögliche Allergien gezogen werden.

Wie wird eine Allergie behandelt?

Ist eine Allergie schließlich diagnostikziert und der Schweregrad festgestellt, kann ein individueller Therapieplan aufgestellt werden

Eine Allergiebehandlung umfasst drei Möglichkeiten:

1. Allergenvermeidung (z.B. spezielle Bettwäsche bei der Hausstaubmilben-Allergie)
2. Medikamentöse Behandlung (z.B.: Antihistaminika)
3. Immuntherapie (früher auch Hypo- oder Desensibilisierung genannt)

Nur die Immuntherapie kann eine Allergie ursächlich behandeln. Diese Therapie bewirkt eine Allergentoleranz und die allergischen Beschwerden können dauerhaft gelindert oder sogar geheilt werden.

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