Endoskopie

Mit Hilfe moderner lichtstarker Optiken können wir heute ohne große Belastung der Patienten tiefe Einblicke in seinen Körper erlangen.

Endoskopie, was ist das?

Mit Hilfe moderner lichtstarker Optiken können wir heute ohne große Belastung der Patienten tiefe Einblicke in seinen Körper erlangen. Auch in der modernen Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ist die Endoskopie ein unverzichtbarer Teil der Diagnostik. Es wird hierbei zwischen starrer Endoskopie zur Untersuchung mittels Winkeloptiken und flexibler Endoskopie unterschieden. Bei letzteren dienen Glasfasern als Lichtleiter, die es ermöglichen, selbst in verwinkelten Untersuchungsgebieten Licht ins Dunkel zu bringen. In der modernsten Ausführung verwenden wir hier flexible Endoskope mit „Chip in the tip“ Technologie, die gestochen-scharfe Aufnahmen auf einem Monitor abbilden. Es können so Bilder und Aufnahmen vom Körperinneren gemacht werden, die einerseits eine sichere Diagnose erlauben, anderseits auch Funktionsstörungen dynamisch darstellen lassen. Besonders Patienten mit starkem Würgereiz profitieren sehr von der flexiblen endoskopischen Untersuchung.

In unserer Praxis bieten wir Ihnen folgende endoskopische Untersuchungen an:

  • Starre Endoskopie des Schlundes und des Kehlkopfes mit 70Grad Optik oder Lupenoptik und flexible transnasale (durch die Nase) Endoskopie des Kehlkopfes
  • Starre Endoskopie der Nase und der Nasennebenhöhlen mittels 30 Grad oder 70 Grad Optiken
  • Endoskopisch kontrollierte Schluckdiagnostik (FEES) bei Schluckstörungen alles Art
  • Endoskopisch kontrollierte Beurteilung des Verschlussmusters der Atemwege bei nächtlichen Atempausen

Wann wird eine Kehlkopfendoskopie durchgeführt?

Heiserkeit

Tumoren des Kehlkopfes / Tumornachsorge nach Kehlkopf- oder Schlundkrebs

Verletzungen des Kehlkopfes

Fehlbildungen im Bereich des Kehlkopfes

Verdacht auf Lähmungen der Stimmlippen

Vor und nach Schilddrüsenoperationen

Verdacht auf eine akute oder chronische Laryngitis (Kehlkopfentzündung)

Bei Rauchern zur Erkennung eines Kehlkopfkrebses im Frühstadium (Tumorvorsorge)

Veränderungen der Stimmbänder wie Stimmlippenpolypen (gutartige Neubildung)

Endoskopie der Nasennebenhöhlen

In unserer Praxis bieten wir Ihnen die endoskopische Untersuchung der Nasennebenhöhlen an. Die Endoskopie ist eine sehr schonende und sichere Untersuchung. Ihr großer Vorteil ist, dass sie sehr genaue Untersuchungsergebnisse liefert und wir uns mit ihrer Hilfe meist schon ein genaues Bild machen können, bevor aufwändigere Verfahren wie digitale Volumentomographie, Computertomografie oder Kernspintomografie erfolgen.

Durch die endoskopische Untersuchung der Nasennebenhöhlen können wir deren individuelle Anatomie sowie auch eventuell vorhandene Krankheitsprozesse sehr sicher beurteilen.

Es kann u.a. folgendes festgestellt werden:
  • akute Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Nasenpolypen
  • Verkrümmungen und Engstellen der Nasenscheidewand
  • Löcher in der Nasenscheidewand
  • gut- und bösartige Tumore
  • Ursache für Nasenbluten
  • trockene oder entzündete Nasenschleimhäute
  • Fremdkörper

Endoskopisch kontrollierte Schluckdiagnostik (FEES)

Die fiberendoskopische (oder auch videoendoskopische) Schluckuntersuchung gehört zu den bildgebenden Diagnostik-Verfahren für Patienten mit Schluckstörungen aller Art.

Bei der FEES handelt es sich um eine Spiegelung des oberen Schluckweges und des Kehlkopfes sowie des Einganges in die Luftröhre mit flexibler Optik, die transnasal mit einer Endoskopkamera durchgeführt wird. Ziel ist die Beobachtung des Rachens, des Schlundes und des Kehlkopfes zunächst in Ruhe und anschließend bei Schluckversuchen mit verschiedenen Konsistenzen (flüssig, cremig und fest). Das Hauptaugenmerk liegt auf der Beobachtung und Einschätzung von Penetration (Überschlucken) und Aspiration (Nahrungsbestandteile gelangen in die Luftröhre/ Lunge). Außerdem lassen sich mit Hilfe der FEES Behandlungsverläufe nach/ unter logopädischer Behandlung in ihrer Wirksamkeit überprüfen.

Wann kommt eine Untersuchung in Frage:

  • Schluckstörungen nach Schlaganfall oder Hirnblutungen und Hirnoperationen
  • Schluckstörungen nach Operationen der Halswirbelsäule, der Schilddrüse oder großen Halsgefäße
  • Schluckstörungen nach Tumor-Operationen im Rachen- Schlund- und Kehlkopfbereich
  • Posttraumatische Schluckstörungen
  • Psychosomatische Schluckstörungen
  • häufiges unklares “Verschlucken”
  • mehrfach unklaren Lungenentzündungen
  • (Alzheimer-) Demenz
  • Tracheotomierte Patienten vor geplantem Verschluss des Luftröhrenschnittes
* Auf Wunsch kann die Untersuchung in unserer HNO-Praxis videoendoskopisch aufgezeichnet, aufbereitet und bei Therapiebedarf dem behandelnden Logopäden zur Verfügung gestellt werden, um gemeinsam eine optimale Therapie für den Patienten zu entwickeln.

Endoskopie des Rachens, des Schlundes und des Kehlkopfes bei Schnarchen und nächtlichen Atempausen

Beim Schnarchen kommt es durch Verengungen (Kollapsneigung) der Atemwege zu einem Vibrieren von Muskulatur und Weichteilgewebe zwischen dem Gaumensegel und des Kehlkopfeingang.

Bei der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) kommt es gar zu einem komplett Verschluss der Atemwege mit der Folge einer vollständigen Atempause von bis zu über einer Minute Dauer. Standard-Therapie ist dann die nächtliche Beatmungstherapie mittels CPAP. Bei Patienten, die mit dieser Therapie nicht zurechtkommen und die deshalb nicht angewendet werden kann, müssen Alternativen gefunden werden.

Wenn eine Operation geplant ist, ist es manchmal nötig, die Orte der größten Kollapsneigung aufzudecken, damit durch die Operation gezielt diese Orte therapiert werden können. Zudem kann so festgestellt werden, ob eine Unterkieferschiene, die den Unterkiefer im Schlaf nach vorne verlagert, ein adäquates Hilfsmittel zur Behandlung sein kann.

Siehe auch Kapitel Schlafmedizin:

Ist eine Endoskopie schmerzhaft?

Nein, Endoskopie im HNO-Bereich ist absolut schmerzfrei, schonend und lässt sich auch bei Kindern gut durchführen. Bei Bedarf können unter Umständen die zu untersuchenden Schleimhäute vorher oberflächig betäubt werden.

Videoaufnahmen der Untersuchungen

Nicht für jeden Betrachter/Betrachterin geeignet!

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